re.visited – work on mozart

remodeled

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re.visited – work on mozart

aus der stille entwickelt sich ein strudel von körpern, von begegnung und trennung. heftige passagen wechseln sich ab mit abrupten, stillen und persönlichen momenten - nur sporadisch unterstreichen kurze, wiederkehrende melodiefetzen aus mozarts requiem die sich zwischen den tänzer*innen entwickelnden treffen, aktionen, gesten.

das gewebe zerreisst, wenn einer aussteigt, weggeht, flieht, verschwindet …
zur entstehungszeit des stückes (1991) konnte man kein requiem hören, ohne den schatten von aids zu spüren.
doch die choreographie hat eine von der musik unabhängige eigendynamik, einen eigenen rhythmus und ihre eigene energetische textur; auf eine spezielle art feiert sie die verausgabung, die hingabe – darin ein typisches beispiel für die physikalität der späten achtziger jahre, frühen neunziger jahre.
das vokabular schwankt zwischen ‚tribal‘ und höfisch, zeremoniell und wild
die tänzer*innen stützen und heben einander, sie fallen, rollen und stürzen – letztlich ist es ein eskalierender, dann implodierender reigen.

re.visited 2021: manches ist anders geworden und die truppe ist neu, aber manches ist auch gleichgeblieben, manche vorlieben für komposition, bewegung, impact – das alles zu erleben, da nochmal drüber zu gehen und das mit neuen augen zu sehen, das ist toll !

micha purucker, juni 2021

Im Rahmen der TANZWERKSTATT EUROPA


Carl-Orff-Saal
Gasteig, 21. - 23. Juli 2021, 20.30 Uhr


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